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Sieben wesentliche UI-Designprinzipien und wie man sie verwendet

Figma

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UI-Designprinzipien – TitelbildUI-Designprinzipien – Titelbild

Gutes Design bleibt unbemerkt. Schlechtes Design frustriert Benutzer*innen so lange, bis sie dein Produkt aufgeben. Deshalb ist das Design der Benutzeroberfläche (UI) wichtig – es bedeutet den Unterschied zwischen einem Produkt, das die Leute gerne verwenden, und einem, das sie nie wieder verwenden werden. Auch wenn die Ästhetik eine Rolle spielt, besteht die eigentliche Herausforderung darin, Produkte zu entwickeln, die jeder intuitiv nutzen kann, egal ob auf einem Telefon, Tablet oder Computer.

Lies weiter, um zu erfahren:

  • Was UI-Designprinzipien sind
  • Warum UI-Prinzipien wichtig sind
  • Sieben wichtige UI-Prinzipien für die Gestaltung
  • Profi-Tipps für UI-Designer*innen

Was versteht man unter UI-Designprinzipien?

UI-Designprinzipien sind die generellen Grundsätze, auf die sich Designer stützen, um Produkte zu entwickeln, die den Benutzer*innen dienen und sie begeistern. Dieser Leitfaden behandelt die Grundprinzipien für effektives UI-Design, mit praktischen Tipps von Thomas Lowry, Advocacy Director bei Figma. „Unsere Aufgabe als Digitaldesigner ist es, den Benutzer*innen dabei zu helfen, die Inhalte und Funktionen zu finden, die sie brauchen, um das zu erreichen, was sie tun wollen.

„UI-Designprinzipien orientieren sich an den Gestaltprinzipien der menschlichen Wahrnehmung und gruppieren Designelemente in einfache Muster, denen Benutzer leicht folgen können, um ihre Ziele zu erreichen.“

Warum sind UI-Prinzipien wichtig?

Die Vorteile der Anwendung von UI-Designprinzipien: Verbesserte Benutzerfreundlichkeit, bessere Entscheidungsfindung, höhere Effizienz und geringere kognitive Belastung.Die Vorteile der Anwendung von UI-Designprinzipien: Verbesserte Benutzerfreundlichkeit, bessere Entscheidungsfindung, höhere Effizienz und geringere kognitive Belastung.

Das Befolgen von Best Practices für das UI-Design macht es für alle leichter, digitale Produkte zu verwenden, zu verstehen und sie zu genießen. Die Anwendung von UI-Designprinzipien bietet viele Vorteile, darunter:

  • Verbesserte Benutzerfreundlichkeit.„Stell dir eine*n Benutzer*in als jemanden vor, der dich nach dem Weg fragt. Wenn du ihnen einfach eine Karte zeigst und erwartest, dass sie die im Gedächtnis behalten, werden sie sich wahrscheinlich verlaufen“, so Tom. „Aber wenn du ihnen ein Schild zeigst, auf dem steht, dass ihr Bestimmungsort in dieser Richtung liegt, können sie den Schildern von dort aus folgen. Das ist viel besser. UI-Designprinzipien helfen dir, Hinweise einzurichten, denen Benutzer*innen folgen können, um ihre Ziele zu erreichen – mit einem Klick, einem Scrollen oder einer Interaktion nach der anderen.
  • Bessere Entscheidungsfindung.Klare, konsistente UI-Designprinzipien bieten einen strukturierten Rahmen zur Vorhersage von Nutzerbedürfnissen und zum Treffen fundierter Designentscheidungen.
  • Höhere Effizienz. Die Abstimmung der UI-Designprinzipien bei Projektbeginn verringert die kognitive Belastung für Designer, optimiert Workflows und macht Produktteams effizienter. Datenanalysten bei Figma fanden heraus, dass Teilnehmer mit Zugang zu einem Designsystem ihr Designziel um 34 % schneller erreichten als Teilnehmer ohne eines.
  • Geringere kognitive Belastung.Eine gut gestaltete Benutzeroberfläche kann Aufgaben vereinfachen und den geistigen Aufwand reduzieren, der zum Ausführen von Benutzeraktionen erforderlich ist. Eine geringere kognitive Belastung kann zu einem intuitiveren und angenehmeren Erlebnis beitragen.

7 UI-Designprinzipien zur Verbesserung des Produktdesigns

Die sieben Prinzipien des UI-Designs: Hierarchie, progressive Offenlegung, Konsistenz, Kontrast, Nähe, Barrierefreiheit und Ausrichtung.Die sieben Prinzipien des UI-Designs: Hierarchie, progressive Offenlegung, Konsistenz, Kontrast, Nähe, Barrierefreiheit und Ausrichtung.

Um deine UI-Designs zu verbessern, solltest du diese UI-Prinzipien im Hinterkopf behalten:

Prinzip 1: Hierarchie

Designer nutzen Hierarchien, um den Benutzer*innen zu helfen, wichtige Informationen zu erkennen und sie von weniger wichtigen Elementen auf einen Blick zu unterscheiden. „Ich vergleiche die Gestaltung eines digitalen Produkts oder einer Website oft mit der Gestaltung eines Buches“, sagt Tom. „Auf jeder Seite erinnern Navigationshinweise an Titel, Kapitel und Inhaltsabschnitt, sodass du nie den Überblick verlierst.“

Wie Grafikdesigner spielen digitale Designer oft mit den folgenden visuellen Hinweisen, um Benutzer*innen zu verschiedenen Elementen innerhalb einer Benutzeroberfläche zu führen:

  • Schriftartgröße und -stärke.Große und fette Schriftarten heben sich hervor und können wichtige Informationen und Schaltflächen betonen.
  • Kontrast. Der strategische Einsatz von kontrastierenden Farben lenkt die Aufmerksamkeit der Benutzer*innen auf die wichtigsten Elemente.
  • Abstand. Durchdachter Abstand zwischen den UI-Elementen schafft visuelles Interesse und zeigt den Benutzer*innen, wie verschiedene UI-Elemente zusammenhängen.

„Achte darauf, was wo auf dem Bildschirm zu sehen ist, vor allem, was man zuerst sieht und was erst durch Scrollen sichtbar wird“, empfiehlt Tom. „Überleg dir, wie du Informationen priorisierst: Deine UI-Inhaltshierarchie sollte widerspiegeln, was den Nutzern am wichtigsten ist.“

Prinzip 2: Progressive Offenlegung

UX-Designer*innen verwenden typischerweise progressive Offenlegung, um Benutzer*innen durch einen mehrstufigen Prozess zu führen und die richtige Menge an Informationen bereitzustellen, damit bei jedem Schritt klare Entscheidungen getroffen werden können.

UI-Designer*innen können diesen Ansatz nutzen, um zu priorisieren, was in die UI aufgenommen und was ausgeschlossen werden soll, da zu viele Funktionen überfordern können.

„Kluge Digitaldesigner ordnen Funktionen und Abläufe so an, dass es nicht zu viel wird“, sagt Tom. „Denk an das UX-Beispiel eines Produkt-Onboardings, bei dem du nach allem gefragt wirst: deinem Namen, deinen Kontaktdaten, deiner Rolle und Branche und vielleicht auch danach, was dich an diesem Produkt interessiert.

Wenn du das alles auf einmal beantworten müsstest, könnte der Bildschirm wie ein langes Formular aussehen, das du ausfüllen musst – und du würdest vielleicht aufgeben, bevor du angefangen hast“, fährt er fort.

Eine Sache, auf die man bei der progressiven Offenlegung achten muss, ist der Verlust von Benutzer*innen auf dem Weg. „Gib den Benutzer*innen eine Möglichkeit, sich zu orientieren, damit sie wissen, wo sie sind und wie viele Schritte sie noch vor sich haben“, empfiehlt Tom.

Prinzip 3: Konsistenz

Eine gute Benutzeroberfläche fühlt sich vom ersten Klick an vertraut an. Designsysteme schaffen diese Vertrautheit durch konsistente Muster – wenn eine Schaltfläche überall in deinem Produkt gleich aussieht und funktioniert, hören die Nutzer auf, über die Benutzeroberfläche nachzudenken und konzentrieren sich auf ihre Aufgaben.

Kontinuität wird zunehmend wichtiger, wenn Benutzer*innen einen Fluss durchlaufen. „Wenn eine UI-Schaltfläche plötzlich größer ist, werden sich die Benutzer*innen fragen, warum“, sagt Tom. „Diese Unregelmäßigkeit erhöht die kognitive Belastung der Benutzer*innen und führt zu Zögern und Verwirrung. Du brauchst also eine gute Begründung, wenn du von etablierten Mustern abweichst.“

Prinzip 4: Kontrast

UI-Designer*innen verwenden Kontraste strategisch, um die Aufmerksamkeit auf wichtige Inhalte oder Funktionen zu lenken. Tom erklärt: „Für ein kritisches Informationselement kannst du einen höheren, auffälligeren Kontrast wählen, um die Aufmerksamkeit des Benutzers zu erregen.“

Du kannst zum Beispiel eine Schaltfläche „Konto löschen“ in der Farbe Rot auf weißem Hintergrund gut sichtbar platzieren, um sofort die Aufmerksamkeit eines Benutzers zu erregen und die Aktion zu betonen. Für sekundäre Aktionen, wie „Konto behalten“, kann die Farbe Grau gut funktionieren, um Verwirrung zu vermeiden.

Profi-Tipp: Verwende die Farbauswahlfunktion von Figma, um verschiedene Farbschemata zu erkunden. Sie lässt sich auch gut nutzen, um deinen endgültigen Entwürfen konsistente Farben und Kontraste zu geben.

Prinzip 5: Barrierefreiheit

UI-Designer*innen kontrastieren auch sorgfältig Farben und Leuchtkraft, um Designs unverwechselbar und für Benutzer*innen mit Sehbehinderungen besser zugänglich zu machen. (Sehbehinderungen betreffen mehr als jede*n vierten Benutzer*in weltweit.)

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund bleibt der Standard für gedruckte Medien. Mit Kontrastprüfern und Plugins aus der Figma-Community kannst du jedoch auch andere Farben wählen.

Um sicherzustellen, dass deine Designs inklusiv sind, vergewissere dich, dass du die in den Richtlinien zur Barrierefreiheit von Webinhalten (WCAG) beschriebenen Elemente implementierst. Dazu gehört:

  • das Bereitstellen von Alternativtext
  • die Verwendung geeigneter Innenabstandsregeln
  • Sicherstellung der Kompatibilität mit unterstützender Technologie
  • Eine angemessene Tastaturnavigation bereitstellen
  • ausreichender Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrundfarben

Prinzip 6: Nähe

Was zusammengehört, sollte zusammenbleiben. Benutzer*innen nehmen UI-Elemente, die nahe beieinander liegen, von Natur aus als zusammengehörig wahr, daher sorgt diese Art der visuellen Organisation für eine intuitivere Benutzererfahrung und einen natürlicheren Benutzerfluss.

Nimm zum Beispiel Streaming-Dienste. Die Tasten zum Abspielen, Vorspulen und Zurückspulen befinden sich in derselben Reihe, weil sie alle etwas mit der Steuerung der Videowiedergabe zu tun haben. Aber du würdest in dieser Zone niemals die Taste „Beenden“ finden. Sie ist separat platziert, um versehentliche Klicks zu vermeiden, die das Seherlebnis unterbrechen könnten.

Prinzip 7: Ausrichtung

Klare Linien verleihen Designs ein professionelles Aussehen. Ein starkes Rastersystem hilft, Ordnung und Ausgewogenheit herzustellen. Eine konsistente Ausrichtung verbessert die Lesbarkeit und schafft Vorhersehbarkeit, sodass Benutzer*innen auf deiner Website oder App leichter navigieren können.

4 Profi-Tipps für effektives UI-Design

Behalte die folgenden Tipps im Hinterkopf, wenn du die Grundprinzipien des UI-Designs anwendest:

  • Verwende Perspektive. Positioniere UI-Elemente so auf einem Bildschirm, dass du Benutzer*innen durch eine logische Abfolge von Informationen und Aktionen führst, damit sie ihre Ziele zu erreichen. Lege den Benutzerfluss fest und passe die Platzierung der Elemente entsprechend an, um eine konsistente Benutzererfahrung zu gewährleisten.
  • Gestalte es mühelos. Gute Schnittstellen wirken unsichtbar. Halte die Navigation auf allen Seiten konsistent, gib klares visuelles Feedback bei Interaktionen und füge intelligente Tastenkürzel wie die Suche hinzu, wenn dies dem Benutzer hilft.
  • Verwende Tastenkürzel.Beschleunige häufige Aufgaben mit Tastenkürzeln und Schnellzugriffs-Tools. Figma hat beispielsweise mehrere Tastenkürzel, um die Workflows für Designer zu optimieren.
  • Führe Tests durch. Beobachte, wie die Leute deine Benutzeroberfläche verwenden. Regelmäßige Tests helfen dir, Probleme frühzeitig zu erkennen und sicherzustellen, dass dein Design für alle funktioniert.

Verbessere deine UI mit Figma

Mit diesen grundlegenden Prinzipien muss die Verfeinerung deiner UI nicht schwierig sein. Wenn du bereit bist, deine UI-Skills und deine Nutzerbasis zu erweitern, kann Figma dir helfen. So geht es:

  • Beginne mit der kollaborativen Online-Designplattform von Figma und entwirf realistische Prototypen, um deine wichtigsten UI-Funktionen zu testen.
  • Verwende das UI-Design-Tool von Figma, um für dein Team ein Designsystem zu erstellen, das in verschiedenen Projekten verwendet werden kann.
  • Durchsuche die Figma-Community nach neuen UI-Inspirationen von Design-Profis wie dir.