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So erstellst du eine Persona

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Für wen ist dein Design gedacht? Wie sieht die Zielgruppe aus? Wo liegen deren Anreize und was könnte für Frust sorgen? Eine Persona kann dir dabei helfen, bessere Designs, Produkte und Nutzererfahrungen zu gestalten, damit deine Nutzer*innen ihre Ziele erreichen können. Laut HubSpot machen Personas Websites um 100 – 400 % erfolgreicher und benutzerfreundlicher.

In diesem Artikel untersuchen wir Techniken und Tools, die dir dabei helfen, eine Persona zu erstellen. Dafür wandeln wir abstrakte Daten in einen menschlichen Nutzer um, der dich und deine Marke unterstützen kann.

Was ist eine Persona?

Eine Persona ist eine ein- bis zweiseitige Zusammenfassung der Erkenntnisse, die auf qualitativen (warum oder wie) und quantitativen (wie viele) Daten sowie externer Marktforschung basieren. Zu den Einblicken können demografische Daten der Zielgruppe, Ziele, Enttäuschungen, Persönlichkeitsmerkmale und Lieblingsmarken gehören. Das Resultat ist eine Mini-Biografie über eine Person, die eine größere Zielgruppe repräsentiert.

Frage dich: „Wer ist unser bester Käufer/unsere beste Käuferin?“ Die Antworten auf diese Frage helfen deinem Team zu verstehen, wie man zu Kund*innen hin vermarktet und wie man Kernstrategien wie Produktentwicklungs-Roadmaps entwickelt.

Nehmen wir an, du hast eine Website, auf der Kund*innen Gutscheine und Rabatte für landesweite Geschäfte finden können. Eine der Personas könnte „Rabattcode-Patricia“ sein, 38 Jahre alt, Poweruser, mit begrenztem Budget, auf vielen Webseiten unterwegs, um sich den besten Preis zu schnappen. Kund*innen wie sie können gut mit Suchbegriffen umgehen, lieben Technologie, nutzen soziale Medien und sind ein Ass bei Wortspielen.

Sobald du die Ziele und Verhaltensweisen von Patricia kennst, können du und dein Team ihre Anforderungen durch kundenorientierte Designentscheidungen besser erfüllen.

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Beginne dein Brainstorming mit einer kostenlosen Persona-Vorlage

Möchtest du Personas erstellen? Beginne noch heute mit der kostenlosen Vorlage von FigJam.

Diese Vorlage erhalten

Erstellen von Personas – 5 Schritte zum Aufbau deiner Persona

Um eine gute Persona zu erschaffen, musst du mit Empathie an die Sache herangehen. Versetze dich in die Lage deines Nutzers/deiner Nutzerin und stelle seine bzw. ihre Bedürfnisse an erste Stelle. Deine Geschäftsziele und die Menge an detaillierten Daten, die dir zur Verfügung stehen, helfen dir bei der Bestimmung der Gestalt deiner Persona.

Schritt 1: Finde mehr über deine Nutzer*innen heraus

Eine nützliche Persona basiert auf zuverlässigen Informationen aus verschiedenen Quellen, nicht auf Intuition oder Vermutungen.

So findest du mehr über bestehende Nutzer*innen heraus

Wenn du bestehende Nutzer*innen hast, hast du bereits Zugriff auf Daten, um sie deinen Personas zugrunde zu legen. Hier erfährst du, wie du auf reichhaltige Datenquellen zugreifen kannst, um deine Personas zu erstellen.

  • Befrage Nutzer*innen: Mit Fokusgruppen, Online-Umfragen oder geplanten Einzelgesprächen lassen sich Nutzer*innen befragen, was sie an deiner Marke mögen und warum sie dein Produkt oder deinen Service nutzen. Sprich mit mindestens 10 bis 20 Personen, um Trends zu erkennen. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, mehr über den Hintergrund, die Persönlichkeitsmerkmale und andere Interessen eines Nutzers/einer Nutzerin zu erfahren.
  • Führe eine Umfrage durch: Wenn du eine breite Basis an Stammnutzer*innen hast, kannst du eine Online-Umfrage durchführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer*innen teilnehmen, ist höher, wenn du ihnen für ihre Zeit und Ehrlichkeit einen Rabatt, Gutschein oder eine andere Belohnung anbietest.
  • Sprich mit deinen Verkaufs- und Support-Teams: Die Teammitglieder mit Kundenkontakt haben direkte Einblicke in die Zielgruppe und kennen Frustmomente, Schwachstellen und Persönlichkeitsmerkmale. Viele Unternehmen zeichnen mit Zustimmung des Kunden bzw. der Kundin auch Support-Anrufe auf. Diese Aufzeichnungen können wichtige Erkenntnisse liefern.
  • Überprüfe Online-Analysen: Die Verkehrsdaten erfassen demografische Details und Verhaltenstrends der Nutzer*innen, die deine Website besuchen und auf diese zugreifen. Google Analytics kann auch dabei helfen, eine Persona zu erstellen, indem man den Kaufablauf geräteübergreifend zuordnet.
  • Erlaube deinen E-Mail-Abonnentinnen und -Abonnenten, sich selbst einzuordnen: Forbes empfiehlt, Nutzer*innen ihre Interessen und Präferenzen selbst auswählen zu lassen, wenn sie das Anmeldeformular für Marketingberechtigungen ausfüllen.

Marktforschung richtig anwenden

Wenn du ein Unternehmen gründest oder dein erstes digitales Produkt auf den Markt bringst, hast du wahrscheinlich noch keine Nutzer*innen. In diesem Fall kann die Marktforschung die Grundlage für deine Personas liefern. Du kannst die Kundschaft deiner Konkurrenten untersuchen, Recherchen von Drittanbietern für deine Zielgruppe erwerben oder dir diese kostenlosen Datensammlungen ansehen.

Schritt 2: Identifiziere Zielgruppenbereiche

Schaue nach Mustern, wenn die Sammlung und Rechercheauswertung abgeschlossen ist. Das Ziel ist, ein paar Gruppen mit unterschiedlichen Merkmalen zu erstellen. Beispielsweise ließe sich feststellen, dass Nutzer*innen von Meditations-Apps im Allgemeinen in eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Leistungsstarke Fachkräfte
  • Fans ganzheitlicher Gesundheit
  • Nicht berufstätige Eltern

Abgesehen von einem gemeinsamen Interesse für deine Produkte stellst du möglicherweise fest, dass diese Kundschaft sonst nicht viel gemeinsam hat. Das ist ein nützlicher Einblick: Diese differenzierten Benutzersegmente können als Grundlage für drei unterschiedliche Personas dienen.

Brainstorming-Vorlagen und Mindmaps sind praktische Werkzeuge zum Sortieren großer Datenmengen. Mit FigJam-Vorlagen kannst du Trends sortieren und kennzeichnen, Notizen hinterlassen und Online-Meetings abhalten, um Einblicke und Inspirationen zu teilen.

Schritt 3: Sammle Hintergrundinformationen zu deinen Personas

Recherchen können helfen, mehr Hintergrundinformationen über jede einzelne Persona zu erhalten. Mit nur wenigen Datenpunkten lässt sich ein Eindruck davon gewinnen, wer diese Person ist und warum sie sich für dein Produkt entschieden hat.

Lass uns den Vielanwender deiner Meditations-App „Top-Performer Jamie“ nennen. Jamies grundlegende Persona könnte Folgendes umfassen:

  • Demografie 42 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, wohnt in wohlhabendem Vorstadtviertel
  • Bildungsabschluss Magister
  • Berufserfahrung drei Jahre in der Führungsebene
  • Durchschnittseinkommen 125.000 $
  • Persönlichkeitsmerkmale bestimmt, fokussiert, analytisch
  • Verhaltensmerkmale steht früh auf und nutzt LinkedIn als primäres Social-Media-Netzwerk
  • Schwachstellen muss auf Arbeit großen Stress bewältigen
  • Verärgerung über Ineffizienz, ungesunde Gewohnheiten, lange Arbeitszeiten
  • Motivationen sieht Meditation als wichtigen Ausgleich an

Schritt 4: Beginne mit dem Ausfüllen einer Persona Vorlage

Die Persona Vorlage von FigJam enthält Eingabefelder für alle Daten, Merkmale und Benutzerinformationen, die du erfassen und mit Stakeholdern teilen möchtest. Um deine Persona mit mehr Bildmaterial zu erweitern, kannst du ein Moodboard verwenden. Dieser visuelle Code hilft allen Beteiligten zu verstehen, wer die Nutzer*innen sind, wie man mit ihnen interagiert und wie man ihre Erwartungen erfüllen und übertreffen kann.

Schritt 5: Schreibe eine kurze Biografie für deine Personas

Biografische Zusammenfassungen hauchen deinen Personas Leben ein und vermitteln Einblicke, sodass deine Teams sich besser in die Nutzer*innen hineinfühlen können und ihr Verhalten vorhersehen können.

Hier ist ein Beispiel, das auf Top-Performer Jamie basiert:

Jamie arbeitet zu Hause, ist aber immer auf dem Sprung. An manchen Tagen kann sich Jamie nur während der Fahrt zu Terminen, Schulen und Geschäften eine Auszeit nehmen. Dann hört Jamie Podcasts zu Gesundheit und Wohlbefinden. Um den Stress bei der Arbeit zu bewältigen und vor der Zeit mit der Familie ein wenig abzuschalten, meditiert Jamie mithilfe einer App.

Jamie macht häufig Pilates, kauft bei Trader Joes ein, sieht über Hulu fern und kommentiert Beiträge von Freunden auf Instagram. Jamie lädt wahrscheinlich Apps herunter, die auf Instagram, Hulu oder auf Gesundheits- und Wellness-Podcasts beworben werden.

Sobald deine Personas Form annehmen, hole dein Team hinzu, um zur FigJam-Persona-Vorlage Details hinzuzufügen. Wenn dein Teammitglieder die Personas kennen, können sie Workflows gestalten und fundierte Designentscheidungen treffen, die auf diese Ziele ausgerichtet sind.

3 Profi-Tipps für Interviews

  1. Achte auf Hinweise: Höre aktiv zu, bleib empathisch und denke immer an folgende humanpsychologische Erkenntnis: Menschen sagen nicht immer, was sie meinen. Wie ein Account-Partner bei Salesforce sagte: „Menschen sind vielleicht nicht immer in der Lage, dir die grundlegende Ursache eines Problems zu nennen. Der Ansatz zur Lösung des Problems mit Behelfslösungen kann jedoch Hinweise auf eine wertbasierte Lösung geben.“
  2. Stelle offene Fragen: Laut Entrepreneurkönnen offene Fragen versteckte Erkenntnisse über deine Kundschaft liefern und tiefgründige Geschichten über deren persönlichen Erfahrungen enthüllen.
  3. Sammle funktionsübergreifende Perspektiven: Das Journal of Design empfiehlt, unternehmensweite geschäftliche und technische Perspektiven in Personas zu sammeln. Dies hilft bei der Festlegung von Design- und Erstellungsprioritäten.

Erstelle deine nächste Persona mit FigJam

Personas wandeln unpersönliche Datenpunkte in Personen um, mit denen sich dein Team identifizieren kann. Das gibt ihnen Erkenntnisse und das Einfühlungsvermögen, was sie als Grundlage für die Entscheidungsfindung, Kommunikation und Produktentwicklung benötigen.

Ganz gleich, ob du die Kernaussage deiner Marke verbesserst oder dein Produktdesign verfeinerst – mit FigJam macht das Design wieder Spaß. Finde deine Design-Inspiration in unseren Kaufablauf-Übersichten, über 200 Persona-Vorlagen, die von unserer Community für Design-Profis entworfen wurden, und deine eigene Figma-Persona im Figma-Blog.

Bist du bereit, die Kreativität, dein Unternehmen und die Zusammenarbeit deines Teams zu präsentieren?

Quellen

[1] https://maze.co/guides/ux-research/qualitative-ux-research-methods/

[2] https://blog.hubspot.com/service/customer-centric-design

[3] https://www.nngroup.com/articles/persona-scope/

[4] https://www.surveymonkey.com/curiosity/offer-survey-incentives-without-sacrificing-good-data/

[5] https://www.sba.gov/business-guide/plan-your-business/market-research-competitive-analysis#section-header-4

[6] https://www.entrepreneur.com/growing-a-business/how-to-understand-customer-needs/429343

[7] https://uxpajournal.org/designing-personas/