Frische Ideen für einen Design Thinking Workshop mit sozialem Impact

Wie „Design the Future“ mit Hilfe von FigJam einhundert Highschool-Schüler*innen zusammenbringt, um Lösungen für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln.
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Design the Future ist ein intensives, zweiwöchiges Sommerprogramm, das Jugendlichen die Kernprinzipien des Design Thinking näherbringt. Dabei soll Design als effektives Mittel zur Lösung konkreter Herausforderungen eingesetzt werden. Die jungen Teilnehmer*innen konzipieren Produkte, die den Anforderungen von Menschen mit Behinderungen entsprechen, und sammeln dabei wertvolle Design-Kenntnisse. Zugleich tragen sie positiv zur Gesellschaft bei.
Initiiert wurde das Programm von Durrell Coleman, der in den letzten sechs Jahren mit renommierten Institutionen wie der Stanford d.school und der Boston University kooperierte, um praxisnahe Workshops in den USA zu veranstalten. Jeder Workshop setzt sich aus einem vierköpfigen Team von Highschool-Schüler*innen, einem/einer Hochschulmentor*in und einem/einer Projektpartner*in zusammen. Letztere*r bringt kennt die Herausforderungen des Lebens mit einer Behinderung aus eigener Erfahrung. Gemeinsam entwicklen sie maßgeschneiderte Lösungen, die den individuellen Bedürfnissen der Projektpartner*in entsprechen.
In den letzten beiden Jahren waren physische Treffen nicht möglich. Deswegen haben Coleman und sein Design the Future-Team das Konzept neu überdacht und für ein digitales Format angepasst.
Das ideale Tool für produktive Online-Zusammenarbeit
Angesichts der intensiven Online-Zusammenarbeit, die das Programm über acht Stunden täglich vorsah, galt es, der sogenannten „Zoom Fatigue“ (Zoom-Müdigkeit) entgegenzuwirken. Das Team von Design the Future suchte daher nach einem benutzerfreundlichen Tool, das die Schüler*innen mit Begeisterung nutzen würden.
Die erste Wahl fiel auf Figma, da es alle notwendigen Funktionen für Colemans gestalterische Anforderungen hinsichtlich der Schülerprojekte bot. Doch die kurze Dauer des Workshops hätte eine rechtzeitige Einarbeitung der Schüler*innen erschwert. Daher fiel die Entscheidung auf Figmas Online-Whiteboard, FigJam. Dieses punktet mit seiner Benutzerfreundlichkeit und der Möglichkeit zur interaktiven Dateibearbeitung. Ein weiterer Pluspunkt: Coleman konnte Designs aus Figma problemlos in FigJam übertragen.
FigJam war ein Game-Changer für uns. Damit konnten über 100 Schüler*innen in Gruppen und in kleinen Teams zusammenarbeiten, um Ideen auszutauschen und Apps zu entwickeln, die für Menschen mit Behinderungen wirklich einen Unterschied machen.
Strukturierte Zusammenarbeit mit Team-Whiteboards
Das Design the Future-Programm umfasst den gesamten Designzyklus: Vom ersten Schritt (Nutzeranforderungen erfassen, Verständnis vertiefen) bis hin zum finalen Produkt (eine fertige App, die die Bedürfnisse der Nutzer*innen erfüllt). Während dieses Prozesses navigieren die Teilnehmer*innen durch verschiedene Phasen, wobei jede Phase unterschiedliche Feedback-Anforderungen stellt. Ein kompetenter Umgang mit diesem Feedback und die dessen Umsetzung sind Kernaspekte des Programms.
Um den Schüler*innen einen klaren Weg durch diesen Prozess zu bieten, konzipierte Coleman ein umfangreiches FigJam Team-Whiteboard. Nach der Gestaltung der Designs in Figma, integrierte er diese als Vorlagen in FigJam. Diese dienten als Wegweiser für die verschiedenen Phasen und boten den Schüler*innen sowohl eine klare Struktur als auch genügend kreativen Freiraum für gemeinschaftliches Arbeiten und Designen.

Vernetzung und Spaß trotz virtueller Distanz
Coleman legt großen Wert darauf, dass die Schüler*innen neben dem Kompetenzerwerb auch Spaß an der Sache haben und sich untereinander vernetzen. Daher verwandelte er FigJam in eine Plattform für gemeinschaftliche Interaktion. In den Pausen zwischen den Arbeitsphasen tauchten die Schüler*innen in verschiedene Kennenlernspiele und Gruppenaktivitäten ein. Vom Kartieren ihrer Heimatorte bis hin zur durch IDEO populär gemachten „30 Kreise“-Challenge, avancierte FigJam zu einem virtuellen Treffpunkt – einem Raum für lockerem Austausch und Gemeinschaftsgefühl.

Die wichtigste Lektion: Empathie
Zwar hatte Coleman anfängliche Bedenken bezüglich des Online-Formats, doch die digitale Umgebung macht den Workshop letztendlich offener und inklusiver – es konnten noch mehr Schüler*innen aus dem ganzen Land teilnehmen. Die Schülerin Analisa der zehnten Klasse berichtet: „Es ist beeindruckend, dass wir unsere Leidenschaft oder unser Interesse (MINT) nutzen können, um das Leben anderer zu verändern... Ich konnte mit Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven zusammenarbeiten…“ Auch wenn das Programm im Thema Design verankert ist, haben die Schülerinnen und Schüler, die Coaches und die Projektpartner*innen letztendlich etwas viel Wichtigeres gelernt: ein tieferes Verständnis füreinander.
Hier kannst du mehr über Design the Future erfahren und dir die Abschlusspräsentationen der Schüler*innen ansehen!

