Wie King verschiedene Disziplinen des Game Designs in Figma zusammenbringt
Viele Menschen träumen davon, Spiele zu entwickeln. Aber wie viele haben eine klare Vorstellung davon, welche Aufgaben dabei eigentlich anfallen und wie diese zusammenspielen?
King, der Entwickler mehrerer erfolgreicher Handyspiel-Franchises, gewährt spannende Einblicke in die zentrale Rolle des Designs bei der Entstehung von Blockbuster-Titeln, die die Fantasie von Millionen Spieler*innen weltweit beflügeln. Über 200 Millionen aktive Nutzer*innen spielen jeden Monat King-Spiele wie Candy Crush Saga, Candy Crush Soda Saga und Farm Heroes Saga auf Web-, Social-Media- und Mobilplattformen. Hunderte Designer*innen sind dabei für alle Schritte verantwortlich – von der komplexen Prototyping-Phase über die Erstellung aufwendiger Visualisierungen bis hin zum umfassenden Qualitätssicherungsprozess, der ein reibungslos funktionierendes Endprodukt sicherstellt.

Die unterschiedlichen Design-Disziplinen müssen aufeinander abgestimmt werden
Was beeindruckt, ist die Bandbreite der Fähigkeiten, die für die Umsetzung eines solchen Projekts erforderlich sind. Es gibt Game Designer*innen, die die Regeln und Mechanismen des Spiels festlegen, Narrative-Designer*innen, die die Story ausarbeiten, Wirtschaftlichkeits-Designer*innen, die für die Monetarisierung zuständig sind, und eine ganze Reihe von UI- und UX-Designteam-Mitgliedern, die sich mit Fluss- und Interaktionsdesign, Research und Mikrotexten beschäftigen… um nur ein paar zu nennen. Und bei so vielen verschiedenen Zuständigkeiten, Prioritäten und Prozessen müssen alle an einem Strang ziehen.
„Bei Spielen ist der Design- und Entwicklungsprozess extrem komplex. Hier kommen verschiedene Disziplinen zusammen, und es ist schwer, alle unter einen Hut zu bringen“, sagt Paul Stephanouk, VP of Creative bei Candy Crush Saga. „Es ist vor allem eine Herausforderung für die UX- und UI-Teams, da sie gemeinsam die vielen Ideen ausloten, die bewertet werden sollen.“
Konsolidierung der Design-Tools
Das ist einer der vielen Gründe, warum King Anfang 2022 alle seine verschiedenen Design-Tools auf Figma umgestellt hat. Figma wird jetzt von Hunderten Designteam-Mitgliedern in sechs Spielestudios sowie von anderen globalen Teams genutzt, die alle an Spielen von King arbeiten.
Vor der Umstellung arbeiteten die Mitglieder des Designteams mit mehreren verschiedenen Design-Tools, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit erschwerte. Illustrationen, Symbole, Übergänge und Sounds waren über verschiedene Quellen verstreut, und die Teammitglieder hatten keine gemeinsamen Komponentenbibliotheken, mit denen sie arbeiten konnten.
„Früher verwendete jede*r Designer*in bei King separate Dateien, um Designs zu erstellen, und präsentierte diese Dateien dann den anderen im Team“, erklärt Patricia Gómez, Associate Director of UX Writing für Candy Crush Saga und Verantwortliche für die Einführung von Figma im gesamten Unternehmen. „Nachdem Figma die offizielle Designplattform im Candy Crush-Team wurde, konnten Personen mit unterschiedlichen Rollen im selben Tool zusammenarbeiten, kommentieren und Feedback erhalten. Dadurch konnten alle Mitglieder der funktionsübergreifenden Teams auf die Designarbeit zugreifen, was die Sichtbarkeit und Transparenz für die Mitglieder außerhalb der Designteams erhöhte.“
Eine Ebene der Komplexität, die nur in der Spielebranche vorkommt, ist die Verwendung von Game-Engines, die das Softwaregerüst für gängige Entwicklungsaufgaben wie Animationen sowie die Erstellung und Optimierung von Assets bereitstellen. Viele King-Spiele laufen in Fiction Factory, einer proprietären Lösung aus plattformübergreifender mobiler C++-Game-Engine, Editor und Toolchain.
Die Entwicklung der Engine beeinflusst die Art und Weise, wie Designer*innen über die Visualisierung nachdenken, denn die Art Direction ist entscheidend für die Schaffung einer starken Markenidentität, um die Spieler*innen in die Welt des Spiels eintauchen zu lassen. Designer*innen müssen wissen, wie sie die Assets für alle Aspekte des Spiels für die Engine optimieren können, um das Endprodukt so ressourcenschonend wie möglich zu machen und so ein reibungsloses Erlebnis für die Spieler*innen zu schaffen. Und da die Spiele von King auf iOS, Android, Amazon, HTML5 und Windows sowie auf PCs, Tablets und Smartphones laufen, ist es wichtig, dass alles aufeinander abgestimmt ist.
Optimierung von Prozessen und Prototyping
Eine frühere Initiative, um Menschen mithilfe von Figma zusammenzubringen, bestand darin, eine Vorlage für den Designprozess zu erstellen, die Designer*innen in den einzelnen Teams verwenden konnten. Mithilfe der Figma-Seitenfunktion konnte King eine einzige Vorlagendatei erstellen, die für jeden Schritt des Prozesses und für jede vorgesehene Designaufgabe bestimmte Bereiche enthielt. Diese Vorlage ermöglichte das Gespräch zwischen Designer*innen, Produktmanager*innen und Produzent*innen: Es ging darum, einen Designprozess zu entwickeln, der es jedem Team ermöglicht, seiner eigenen Arbeitsweise zu folgen und gleichzeitig die Konsistenz über alle Candy Crush-Titel hinweg zu wahren.

Es gab aber noch weitere Vorteile. Spiele entwickeln sich in der Regel vom Konzept bis zur endgültigen Version stark weiter, sodass die Dokumentation schnell überholt ist. Durch das Einbetten von Figma-Links können Produzent*innen und Produktmanager*innen sicher sein, dass die Dokumentation immer auf dem neuesten Stand ist, auch wenn mehrere Personen an der gleichen Datei arbeiten.
Die UX- und UI-Disziplinen bauen jetzt Komponentenbibliotheken auf, die von den Teammitgliedern laufend aktualisiert werden. Dank der Funktionen von Figma, ist dies der erste Schritt zur Schaffung eines Designsystems.
„Das Prototyping ist ein weiterer Bereich, in dem Figma die unterschiedlichen Design-Disziplinen unterstützt. Da Spiele ein interaktives und animiertes Produkt sind, müssen Designer*innen zu jedem Zeitpunkt sehen können, wie ein Bildschirm in einen anderen übergeht oder wie Elemente aussehen und sich bewegen. Jetzt kann ein*e UX-Designer*in zum Beispiel ganz einfach den Fluss in Bewegung sehen, damit auf dem Gerät interagieren und sofort Änderungen vornehmen, ohne die Designdatei zu verlassen.“
„Insgesamt hat Figma unseren UX-Designer*innen und UX-Writern das Leben sehr erleichtert“, so Patricia Gómez. „Zudem wissen Produktmanager*innen und Produzent*innen viel besser über die alltäglichen Herausforderungen im Design Bescheid. Wir sind schneller und können schneller und effektiver zusammenarbeiten, was sich auf die Anzahl der Features auswirkt, die wir am Ende des Jahres liefern können.“
Wenn du dich also das nächste Mal durch Hunderte von Levels spielst, Bonbons sammelst, Zaubersprüche freischaltest und Rätsel löst, denk daran, welche magische Reise ein Spiel von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung durchläuft. Eine Reise, die auf der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Spieldesign-Disziplinen und Figma basiert!
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So kannst du mit Figma Designs skalieren
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