Remote-Sprints über mehrere Tage bei Stripe

Ryan Ma, Produkt-Designer bei Stripe, hat sich mit seinem Team zu einem Design-Sprint für eine Schlüsselfunktion von Stripe Radar entschlossen, ein Produkt, mit dem Unternehmen sich vor betrügerischen Transaktionen schützen können. Dafür benötigte er einen flexiblen Arbeitsbereich, zu dem Mitarbeitende aus verschiedenen Teams Zugang hatten. Da das Unternehmen jedoch auf Remote-Arbeit umgestellt hat, kam ein Vor-Ort-Ablauf mit Google Slides und einem analogen Whiteboard nicht in Frage.
Darum hat sich Ryan für FigJam entschieden, das neue Online-Whiteboard von Figma. Dank der freien Arbeitsfläche war er so flexibel, dass er den dreitägigen Sprint ganz nach seinen Vorstellungen strukturieren konnte. Die einfache Benutzeroberfläche ermöglichte es den Mitwirkenden außerhalb des Design-Teams, leichter hineinzufinden und sich am Projekt zu beteiligen, ohne erst ein neues Tool erlernen zu müssen.
1. Bei der Vorbereitung den richtigen Ton treffen
Um für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen und das Eis zu brechen, begann Ryan jeden Tag mit einer kleinen Aufwärmrunde in FigJam. So sollten die Teammitglieder am ersten Tag mit den Bleistift- und Formen-Tools ihre Kaffeetasse zeichnen, am zweiten Tag ihren Lieblings-Avocadotoast. Diese Übung war nicht nur ein guter Start in den Tag, der die Kreativität förderte, sondern machte die Teilnehmer*innen auch mit den grundlegenden Funktionen von FigJam vertraut.
Nützlicher Tipp: Die Jam-Datei enthält ganz oben einen „So geht FigJam“-Abschnitt. Damit sich Figma-Neulinge direkt wie alte Hasen in der Datei zurechtfinden.

2. Lösungsorientiertes Brainstorming
Das Ziel des Sprints war es, innerhalb von drei Tagen potenzielle Updates für Funktionen des Radar-Produkts von Stripe zu finden. Dafür wurden Brainstormings mit Zeitlimit sowie offene Diskussionen und Gespräche mit Experten aus dem ganzen Unternehmen angesetzt. Zu jeder Session gab es einen entsprechenden Abschnitt in FigJam mit einer Aufforderung, die zum einen Diskussionen anregen, zum anderen den Fokus auf Lösungsorientiertheit halten sollte. Die Aufforderung am ersten Tag war beispielsweise, sich verschiedene Möglichkeiten vorzustellen, wie neue Benutzer*innen mit Stripe Radar Tools und Ressourcen entdecken und erlernen können, um sich noch leichter vor Betrug zu schützen. Dafür wurden „Wie könnten wir“-Aussagen genutzt. Die nächste Aufforderung setzte auf diese Diskussion auf und sollte ergründen, wie das Unternehmen erfahreneren Benutzer*innen dabei helfen könnte, ihren Schutz vor Betrug kontinuierlich zu verbessern. Auch hierfür diente die „Wie könnten wir“-Logik.
Ryan arbeitete mit einem Abschnitt namens „Schatztruhe“, um externe Links festzuhalten, die während der Aktivitäten geteilt wurden. Sie diente als Live-Ressourcen-Sammlung während der Sessions, in der alles organisiert wurde, während die Diskussion ihren Lauf nahm.

3. Ideen in die Tat umsetzen
Nach jeder Session tragen die Teilnehmer*innen ihre Informationen zusammen und nehmen Erkenntnisse sowie Themen in die nächsten Aktivitäten mit. Nach dem ersten Tag konnten Ryan und sein Team tatsächlich direkt in der FigJam-Datei die Grobskizze einer aktualisierten Customer Journey erstellen. Dies war eine großartige Basis für Diskussionen am zweiten Tag.
Am dritten Tag ging es darum, Ideen in die Tat umzusetzen. Die Designer*innen verschoben den Sprint in Figma, um Wireframe-Konzepte gemeinsam zu betrachten, und kopierten Notizzettel und grobe Skizzen aus ihrer FigJam-Sprint-Datei in Figma. Dadurch hatten sie den gesamten Kontext vorliegen, den sie benötigten, um direkt loszulegen und Modelle zu erstellen.
Das Ergebnis des Sprints war eine Figma-Datei mit Konzept-Modellen, einschließlich Screenshots ihrer FigJam-Datei (wie gezeigt), um auch dem weiteren Produkt-Team einen Blick hinter die Kulissen jeder neuen Idee zu ermöglichen.
